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Apulien - Reise in die Geschichte

01.05.2020 - 09.05.2020
ab € 1.968,-
p.P. im DZ, EUR 280,- EZ-Zuschlag

Auf Spurensuche mit Dr. Michael Forcher

Die Ferse des italienischen Stiefels, Apulien, ist – ähnlich wie Sizilien – ein Konglomerat zahlreicher Kulturen. Griechen, Römer, Germanen, Normannen, Araber, Franzosen und Spanier haben hier ihre Spuren hinterlassen. Mit Dr. Michael Forcher möchten wir abseits der üblichen Touristenströme den Spuren geschichtlicher Ereignisse und Entwicklungen folgen, die mehrmals auch mit Österreich, ja sogar mit Tirol zu tun haben. Dabei spannt sich der historische Bogen von den vorrömischen Völkern bis zum ersten Weltkrieg. Neben Geschichte und Kunst kommen Kulinarik, apulischer Wein, Städtebummel und – Anfang Mai besser möglich als zu jeder anderen Zeit – der Genuss landschaftlicher Schönheit nicht zu kurz.

Freitag, 01. Mai: Innsbruck – Jesi
Mit Pausen fahren wir ab Innsbruck nach Jesi in den Marken, wo der Stauferkaiser Friedrich II., wohl der berühmteste Herrscher über Apulien, 1194 geboren wurde. In Jesi wurde auch eine der ersten Ausgaben von Dantes „Göttlicher Komödie“ gedruckt, und Lorenzo Lotto schuf für mehrere Kirchen bedeutende Kunstwerke. Abendessen und Übernachtung in Jesi.

Samstag, 02. Mai: Jesi – Brindisi
Weiter führt uns der Weg nach Brindisi, die schon zur Römerzeit für die Verbindung zum Orient wichtigste Hafenstadt. Sie war Endpunkt der aus Rom kommenden Via Appia und im Mittelalter sammelten sich hier die Heere der Kreuzfahrer zur Einschiffung. Abendessen und Übernachtung in Brindisi.

Sonntag, 03. Mai: Brindisi – Lecce – Otranto – Brindisi
Heute besuchen wir zwei kunsthistorische Highlights, Santa Maria del Casale am Strand von Brindisis und weiter südlich Santa Catarina in Galatina, beides über und über mit herrlichen Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts ausgemalte Kirchen. Lecce, die Hauptstadt des Salento und des süditalienischen Barock, verdient einen längeren Aufenthalt. Danach geht es zum stimmungsvollen Hafenstädtchen Otranto, das im Laufe der Jahrhunderte mehrmals heiß umkämpft war. Berühmt ist das die ganze Kirche füllende Fußbodenmosaik der Kathedrale. Übernachtung in Brindisi

Montag, 04. Mai: Brindisi – Ostuni – Alberobello – Martina Franca – Polignano a Mare – Brindisi
Heute lassen wir die historischen Bezüge bei Seite und genießen ganz einfach die blü-hende Landschaft des Val d´Itria, die Küste südlich von Bari und so schöne Städte wie das weiße Ostuni, das barocke Martina Franca, das wie aus einem Märchen entstiegene Alberobello mit den berühmten Trulli und das über den Meereswellen hängende Polignano a Mare. Abendessen und Übernachtung in Brindisi.

Dienstag, 05. Mai: Brindisi – Táranto – Móttola – Massafra – Bitonto – Bari
Am Morgen geht es nach Táranto, wo uns ein kurzer Spaziergang durch die Stadt bis zur berühmten Drehbrücke zwischen dem Hafenbecken und offenen Meer führt.
Unser nächstes Ziel sind die aus der byzantinischen Zeit Apuliens stammenden und im 11. und 12. Jhdt. mit reichlichem Freskenschmuck versehenen Grotten-kirchen von Móttola und Massafra. Die Stadt Bitonto, nahe Bari, ist für Österreicher historisch besonders interessant. Vor ihren Toren fand 1734 jene Schlacht zwischen Spaniern und Österreichern statt, die das Ende einer mehrere Jahrzehnte dauernde Zuge-hörigkeit Apuliens zur Habsburger-monarchie beendete. Spuren im Stadtbild erinnern daran. Trotzdem gilt unser Hauptaugenmerk dem großartigen Dom und seinen geheimnisvollen Symbolen. Abendessen und Übernachtung in Bari.

Mittwoch, 06. Mai: Bari – Santa Maria di Siponto – Monte Sant´Angelo – Troia Ascoli Satriano – Bari
Wir folgen den Spuren der Pilger zum ältesten Heiligtum von europäischer Bedeutung, der Kirche und Michaelsgrotte auf dem Monte Sant’Angelo. Am Weg sehen wir die beiden ehemaligen Klöster und Pilgerhospize Santa Maria di Siponto und San Leonardo mit den großartigen Portalreliefs. Vom Erlebnis der tief in die Erde führenden Grotte des heiligen Michael ist wohl jeder Besucher, ob gläubig oder nicht, tief beeindruckt. Vorbei an Lucera, größte Burganlage Friedrichs II. und Quartier seiner muslimischen Leibwache, kommen wir nach Troia, einem heute unscheinbaren Landstädtchen, das im Mittelalter ein Konzil beherbergt hat und eine der schönsten unter den vielen romanischen Kirchen des Landes besitzt. Bald darauf führen die Spuren der Geschichte ein Jahrtausend weiter zurück, denn in Ascoli Satriano können wir bestaunen, was Grabungsteams der Universität Innsbruck an Überresten des vorrömischen Volkes der Daunier zutage gefördert haben. Übernachtung in Bari.

Donnerstag, 07. Mai: Bari – Altamura – Castel del Monte – Trani – Bari
Auf der Fahrt von Bari nach Altamura kommen wir zuerst am Schlachtfeld von Cannae (heute Canne della Battaglia) vorbei, auf dem Hannibal 216 v. Chr. das
römische Heer vernichtend schlug. Altamura besitzt eine gotische Kathedrale mit einzigartigem Portalschmuck. Hier wird auch wieder Geschichte lebendig, denn am Friedhof erinnert eine Kapelle an einige hundert österreichische Soldaten des Ersten Weltkriegs, darunter auch viele Tiroler Kaiserjäger und Kaiserschützen, die hier als Kriegsgefangene gestorben sind. Danach erwartet uns ein Höhepunkt jeder Apulienreise: das legendenumwitterte Castel del Monte Kaiser Friedrichs II. Nach einem ausgiebigen Mittagessen kommen wir nach Trani, wo wir die berühmte romanische Kathedrale besichtigen. Dann fahren wir zurück nach Bari mit der romanischen Grabeskirche des heiligen Nikolaus und dem nicht minder sehenswerten Dom. Ein gemütlicher Stadtbummel beschließt den Tag. Abendessen und Übernachtung in Bari.

Freitag, 08. Mai: Bari – Faenza
Auf der Heimfahrt, die uns bis nach Faenza führt, machen wir eine Mittagsrast
in San Giovanni in Venere, einer romanischen Klosteranlage auf einem Hügel über der Küste. Übernachtung in Faenza.

Samstag 09. Mai: Faenza – Innsbruck
Schon in der Renaissance wurde Faenza für die noch heute hergestellten Keramiken (Fayencen) bekannt, die hier allerdings Maiolica (abgeleitet von Mallorca) heißen. Nach einem Spaziergang durch die Stadt fahren wir zur nahen Pieve in Ottavio oder auch Pieve del Tho, einer sehr bedeutenden romanischen
Kirche, die von der weströmischen Regentin Galla Placidia (388-450 n. Chr.) gegründet worden sein soll (ihr Mausoleum befindet sich in Ravenna). Dann geht es ins benachbarte Brisighella, das zu den schönsten Orten Italiens zählt. Dort werden wir noch ein ausgezeichnetes Mittagessen genießen und anschließend machen wir uns auf den Heimweg nach Innsbruck

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